At a glance
The official position, carefully stated
On 25 January 2024, the European Commission announced that it had sent a Statement of Objections to six Norwegian salmon producers. It set out the Commission’s preliminary competition concerns; it did not establish an infringement.
The period identified in the Commission announcement.
Cermaq, Grieg Seafood, Bremnes, Lerøy, Mowi and SalMar.
Sales whose terms were agreed per transaction under current market conditions.
The public register showed later procedural milestones, but no final decision when checked.
The allegation
Exchange of commercially sensitive information
According to the Commission’s preliminary view, the producers exchanged information about sales prices, available volumes, sales and production volumes, production capacity, and other price-setting factors. The alleged aim was to reduce normal uncertainty in the market for spot sales of Norwegian farmed Atlantic salmon into the EU.
The Commission stated that, if confirmed, the conduct could infringe Article 101 of the Treaty on the Functioning of the European Union. The announcement itself is not such a confirmation.
Formal scope
What the announcement includes—and excludes
- Spot sales into the European Union
- Fresh Atlantic salmon
- Whole and gutted product
- Farmed in Norway
- Long-term contract sales
- Frozen farmed salmon
- Fillets and loins
- Smoked or otherwise processed salmon
This distinction describes the Commission’s public allegation. It does not by itself decide how an individual downstream purchase or damages assessment must be analysed.
Procedure
Published milestones
- 19 February 2019
- The Commission announced unannounced inspections in several Member States in the farmed Atlantic salmon sector.
- 25 January 2024
- The Commission sent its Statement of Objections and formally initiated proceedings.
- 12 June 2024
- The public register records receipt of the final response to the Statement of Objections.
- 17–20 September 2024
- An oral hearing took place, according to the public register.
- 13 July 2026
- When checked, the register showed no later final infringement decision, commitment decision, administrative closure or fine.
What a Statement of Objections means
A Statement of Objections sets out the Commission’s preliminary view. It is not a finding of infringement and does not prejudge the outcome. The companies were able to respond in writing and were heard orally; the official sources reviewed do not disclose the substance of their responses.
The Commission materials also do not determine whether any particular purchaser has a damages claim. Liability, causation, limitation, evidence and loss require a separate legal and economic assessment.
Original sources
Review the Commission record
This summary is provided for orientation and does not replace the wording of the primary documents.
Source check: 13 July 2026Auf einen Blick
Der offizielle Stand – sorgfältig formuliert
Am 25. Januar 2024 teilte die Europäische Kommission mit, dass sie sechs norwegischen Lachsproduzenten eine Mitteilung der Beschwerdepunkte übermittelt hat. Darin legt sie ihre vorläufigen wettbewerbsrechtlichen Bedenken dar; ein Verstoß wurde damit nicht festgestellt.
Diesen Zeitraum nennt die Mitteilung der Kommission.
Cermaq, Grieg Seafood, Bremnes, Lerøy, Mowi und SalMar.
Verkäufe, deren Konditionen für jedes Geschäft nach aktueller Marktlage vereinbart wurden.
Das Register nennt spätere Verfahrensschritte, bei der Prüfung aber keine Abschlussentscheidung.
Der Vorwurf
Austausch wettbewerblich sensibler Informationen
Nach vorläufiger Auffassung der Kommission sollen die Hersteller Informationen über Verkaufspreise, verfügbare Mengen, Absatz- und Produktionsmengen, Produktionskapazitäten sowie weitere preisbildende Faktoren ausgetauscht haben. Der mutmaßliche Zweck war, die normale Unsicherheit im Markt für Spotverkäufe von norwegischem Atlantischen Zuchtlachs in die EU zu verringern.
Die Kommission erklärte, dass dieses Verhalten – falls es bestätigt wird – gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union verstoßen könnte. Die Mitteilung selbst ist keine solche Bestätigung.
Formeller Gegenstand
Was die Mitteilung einbezieht – und was nicht
- Spotverkäufe in die Europäische Union
- Frischer Atlantischer Lachs
- Ganz und ausgenommen
- In Norwegen gezüchtet
- Langfristige Vertragsverkäufe
- Tiefgekühlter Zuchtlachs
- Filets und Loins
- Geräucherter oder anderweitig verarbeiteter Lachs
Diese Abgrenzung beschreibt den öffentlichen Vorwurf der Kommission. Sie entscheidet nicht für sich genommen, wie ein einzelner mittelbarer Einkauf oder ein möglicher Schaden zu beurteilen ist.
Verfahren
Veröffentlichte Verfahrensschritte
- 19. Februar 2019
- Die Kommission teilte unangekündigte Nachprüfungen bei Unternehmen des Sektors für Atlantischen Zuchtlachs in mehreren Mitgliedstaaten mit.
- 25. Januar 2024
- Die Kommission versandte die Mitteilung der Beschwerdepunkte und leitete das Verfahren förmlich ein.
- 12. Juni 2024
- Das öffentliche Register vermerkt den Eingang der letzten Antwort auf die Mitteilung der Beschwerdepunkte.
- 17.–20. September 2024
- Nach dem öffentlichen Register fand eine mündliche Anhörung statt.
- 13. Juli 2026
- Bei der Prüfung enthielt das Register keine spätere Abschlussentscheidung, Verpflichtungsentscheidung, Verfahrenseinstellung oder Geldbuße.
Was eine Mitteilung der Beschwerdepunkte bedeutet
Eine Mitteilung der Beschwerdepunkte gibt die vorläufige Auffassung der Kommission wieder. Sie stellt keinen Verstoß fest und greift dem Ergebnis des Verfahrens nicht vor. Die Unternehmen konnten schriftlich Stellung nehmen und wurden mündlich angehört; die geprüften offiziellen Quellen legen den Inhalt ihrer Antworten nicht offen.
Die Kommissionsunterlagen entscheiden außerdem nicht, ob einem bestimmten Käufer ein Schadensersatzanspruch zusteht. Anspruch, Kausalität, Verjährung, Nachweise und Schaden bedürfen einer eigenständigen rechtlichen und ökonomischen Prüfung.
Originalquellen
Dokumente der Kommission prüfen
Diese Zusammenfassung dient der Orientierung und ersetzt nicht den Wortlaut der Primärquellen.
Quellen geprüft am 13. Juli 2026